Bertolt Brecht war ein Genie. Seine Gnadenlosigkeit, seine Klarheit, seine Unverfrorenheit, sein Anspruch, seine Wortwahl, seine Treffsicherheit. Mehr denn je scheint es notwendig, die Aktualität dieses großen Klassikers zu begreifen und neu zu entdecken. Auf der Suche nach Wahrheit und Werten, nach wirklichen Worten, die das Zeitgeschehen und uns in größeren Zusammenhängen sichtbar werden lassen, ist Bertolt Brecht ein unentbehrlicher Wegweiser.

Er gestattet uns, in seiner Lyrik Schönheit und Einzigartigkeit zu entdecken und hieraus Kraft zu schöpfen für den Kampf gegen Ignoranz und Oberflächlichkeit. Er hatte schon lange verstanden, was wir immer wieder neu lernen müssen: nicht zufrieden zu sein mit dem Erreichten, nicht müde zu werden im Angesicht neuer Herausforderungen und Verantwortung zu übernehmen, für uns, für unsere Nachbarn und unsere Welt. Neben den großen und immer wieder auf das wunderbarste  oder entsetzlichste dargebotenen Liedern aus der Dreigroschenoper, neben den großartigen Theaterstücken gibt es einen so reichen Fundus an Gedichten und wohlgeformten Worten, dass schon das Sichten eine nicht zu bewältigende Aufgabe ist.

Alix Dudel trägt mit unverwechselbarem Timbre Lieder von Hanns Eisler, Paul Dessau und Kurt Weill vor. Sebastian Albert hat diese Lieder für klassische Gitarre eingerichtet und spielt außerdem Stücke von Villa-Lobos und Castelnuovo-Tedesco. Daraus ist eine Collage aus Worten, Liedern und Klängen entstanden, die berührt und fasziniert.

„Die neuen Zeitalter – Lieder und Lyrik von Bertolt Brecht“ haben Alix Dudel und Sebastian Albert im kleinen Sendesaal des NDR in Hannover aufgenommen. Die CD erschien 2013 bei duophon-records, Berlin.

„Dudel strahlt das Flair alter Kabarette und Varietés aus. Gesanglich verrucht bis rauchig lässt ihre tiefe Alt-Stimmlage oft an Hildegard Knef oder gar an einen Jüngling denken. Ihr Sprechtimbre durchdringt das Gehör in der Art einer Evelyn Hamann, deren Namen man nicht zuletzt durch Dudels Talent zur darstellerischen Komik assoziiert.

Die Diseuse und ihr Gitarrist Sebastian Albert sind perfekt aufeinander abgestimmt. […] Dudel liebt die Intensität Brecht‘scher Welten, und der Gitarrist die Musik: Das passt zusammen. Dass es sich bei Albert um einen brillanten und einfühlsamen Musiker handelt, zeigt sich nicht nur an seinen solistischen Momenten: virtuos und minimalistisch zugleich. Flageoletts, reduzierte Läufe, der Hamburger setzt immer die richtigen Akzente.

Der Abend ist nicht nur themen- und temporeich, sondern besticht vor allem durch performative Komplexität: Mütter, die ihre Kinder an den Krieg verlieren, durstige Soldaten im Stacheldraht und das kriegsinvalide 'rechte' Schwein mit einem Bein. 'Das Lied vom Weib des Soldaten' in der Version von Hanns Eisler berichtet vom Witwenschleier, der aus Russland die Heimat erreicht. Der 'Kirschdieb' mit geflickter Hose und die 'Gardinenpredigt' fordern: 'Küss doch mal wieder mit der Zung.'“ (Patricia Hempel, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 6.6.2014)

Am Samstag, 28.1.2017, tritt Conny Bauer um 20.30h mit seinem Solo-Programm "Der gelbe Klang" und neuen Improvisationen im Club Manufaktur e.V., Hammerschlag 8, Schorndorf auf. Tickets für das Konzert sind hier erhältlich!

Conny Bauer "sucht das Abenteuer des Improvisierten und ist auch deswegen ein Mann neben den Verhältnissen. Routine sieht anders aus. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Jedes Konzert ist neu. Immer geht es auch darum, dass sich die exorbitante, in Jahrzehnten harter Arbeit erworbene Technik nicht verselbstständigt. Bloß nicht geschwätzig werden will er dabei und sich erst recht nicht in Blenderarabesken verlieren. Conny Bauer entfaltet stringend und bestechend sein Work-in-Progress. So lässt er Choräle aufwallen, Hummeln summen, Alphörner rufen, Märsche und Volkstänze losgehen: ein Aufgalopp der Ideen. Eine Stunde als dichter Gedankenfluss, als aktionsreicher, gar nicht verkopfter Ausflug. Ein aus dem Moment erspielter und nachvollziehbarer Genuss. So grollt, grummelt, quietscht, jubiliert und swingt er. So hat er seinem als spröde verschrienen Instrument die Leichtigkeit eines Saxophons antrainiert." Ulrich Steinmetzger, 2008, zur CD "Der gelbe Klang"

Conny Bauer, Matthias Bauer (b) und das Trio GRIX - Antonis Anissegos (p), Floros Floridis (sax, cl) und Yorgos Dimitriadis (dr) - treten am 10.1.2017 im b-flat, Berlin, auf.

Am 31.12.2016 tritt Conny Bauer live an der Posaune im Stück "Stunde der Komödianten" im Theater am Rand, Zollbrücke 16, 16259 Oderaue, auf. Beginn ist um 18h. Eine weitere Vorstellung findet am 1.1.2017 um 16h statt. Die Schauspieler, unter ihnen bekannte Gesichter wie Thomas Rühmann, Michael Kind, Matthias Brenner oder Nicole Haase "spielen sich selbst in einer Art inszeniertem Klassentreffen, zu dem der tolle Posaunist Conny Bauer seine Live-Musik improvisiert." (Hartmut Krug, nachtkritik, 4.1.2016) "Stunde der Komödianten" ist eine Produktion des neuen theaters in Halle, wo das Stück am 3.1.2016 Premiere feierte.

Ab Oktober können Tickets für die Vorstellungen im Theater am Rand reserviert werden!

Am 11.12.2016 spielt Conny Bauer um 20h gemeinsam mit dem Schlagzeuger Martin Blume, dem Bassisten Dieter Manderscheid und dem niederländischen Saxofonisten und Klarinettisten Luc Houtkamp im Bochumer Kunstmuseum (Kortumstraße 147, 44787 Bochum). Houtkamp, Blume und Manderscheid spielten seit 1997 zusammen mit Johannes Bauer als Quartett unter dem Titel "FourInOne". Dieses Konzert findet zum Gedenken an Johannes Bauer statt, der im Mai 2016 verstorben ist. An seiner Stelle spielt dieses Mal sein Bruder Conny Bauer die Posaune.

Hier der Link zu einer Konzertrezensionen mit vielen schönen Fotos des Abends.

Am 4.12.2016 um 20h spielt Conny Bauer mit Barry Guys London Jazz Composers Orchestra in der Philharmonie in Luxemburg.

"«Angetrieben vom Wunsch und vom Wagemut, das Unerhörte, das so noch nicht Gehörte aufscheinen zu lassen» (Bert Noglik) ist das London Jazz Composers Orchestra, deren Line-up sich wie das Who-is-Who der Freejazz und Improvisations-Szene liest, seit über 40 Jahren auf den internationalen Bühnen unterwegs. Und fast ebenso lange ist die Formation um den Bassisten Barry Guy legendär. Dass jeder Musiker auch seine eigene Karriere als Solist verfolgt, führt zum unverwechselbaren Klang der Big Band. Es ist auch der Grund dafür, dass sich die Gipfeltreffen auf den Konzertpodien nur noch selten eintakten lassen in die Terminkalender der Musiker, die längst nicht mehr nur aus London kommen, sondern auch aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den USA. Am 4.12. tritt die Big Band zum ersten Mal seit drei Jahren wieder gemeinsam auf – eine sich äußerst selten bietende Gelegenheit, diese einzigartige Formation live zu hören."

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